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Landei oder Stadtkind?

Wenn man auf Reisen ist und sich entschließt in ein fremdes Land weiter zu reisen, dann weiß man meistens noch nicht wirklich viel über dieses Land. Mit Sicherheit hat man einige Bilder im Kopf, vielleicht hat man einmal im Fernsehen einen kurzen Beitrag über das Land gesehen oder kennt zumindest irgendetwas leckeres zu Essen, was dort herkommt. Jedem von uns schießen automatisch ein paar Bilder durch den Kopf. Und fast jeder von uns kann mindestens eine Stadt in diesem fremden Land nennen: Eine Hauptstadt und/oder Metropole.

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Quelle: Pixabay.com

Auf meinen Reisen habe ich mir in jedem Land in dem ich zu Besuch war, zum einen die Hauptstadt (bzw. eine Metropole: Barcelona in Spanien) angeschaut und zum anderen das Landleben kennengelernt. Das bringt mich zu der Frage: Wie viel sagt eigentlich eine Metropole über ein Land aus? Kann man sagen, dass man wenn man die Hauptstadt eines Landes gesehen hat, auch den Rest gesehen hat?

Ich finde Metropolen extrem interessant. Sie eignen sich super, um nicht nur die Menschen, sonderns auch die Geschichte eines Landes besser kennenzulernen. Man findet dort nicht nur viele, gut ausgestattete Museen und Ausstellungen, in denen man sich über die historischen Hintergründe informieren kann, auch stehen in den Metropolen häufig sehr alte Gebäude, an denen man „im Vorbeischlendern“ etwas über die Stadtgeschichte lernen kann. Häufig sind Metropolen auch eben deshalb so riesig, weil sie sehr alt sind, nicht selten sogar die älteste Stadt des Landes. Trotzdem denke ich, dass es ebenso wichtig und eindrucksvoll sein kann, die eher weniger gut bewohnten Gebiete eines Landes zu bereisen.

Dort hat man mehr die Möglichkeit sich mit den Menschen direkt zu unterhalten, als in der Großstadt. Mit ihnen zu trinken und zu essen, ihre Bräuche und Feste nicht nur zu beobachten, sondern mitzufeiern und zu verstehen. Versteht mich nicht falsch, all das könnte einem in der Großstadt auch passieren, jedoch denke ich, dass in Großstädten häufig die Zeit ganz anders vergeht als auf dem Land. Irgendwas ist anders dort. So würde ein Mädchen, das in Tokio mit bunt gefärbten Haaren und im Cosplay Kleid durch die Gegend läuft auf dem Land schräg angeschaut werden, wohingegen sie in der Großstadt dafür bewundert und fotografiert wird. Am Abend gibt es hier die Möglichkeit in eine Cosplaybar zu gehen und mit anderen Cosplayern leuchtende Cocktails zu trinken. Zum einen ist das cool. Saucool sogar. In Großstädten trifft man auf einen solchen Facettenreichtum, auf ein solch riesiges Netz von Subculturen. Das ist unglaublich faszinierend und interessant. Wenn man allerdings etwas über die Ursprünge des Landes, Bräuche, Traditionen oder alte und neuere Denkweisen lernen will, empfiehlt es sich, sowohl die Metropolen, als auch die Bauernhöfe zu erkunden. Ihr glaubt gar nicht, wie viel man beim Hühner füttern über Japan lernen kann!  😉

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Ein Kommentar zu „Landei oder Stadtkind?

  1. Hallo Scarlet, ein interessanter Punkt zum Thema Reisen! Ich glaube, dass man eigentlich immer beides gesehen haben muss – also Land und Metropole, um annähernd zu verstehen, wie ein Land „tickt“. Zum Beispiel wäre es irreführend, von Berlin, München und Hamburg auf den Rest von Deutschland zu schließen – und andersherum. Das cosmopolite New York ist nicht annähernd so wie eine Kleinstadt in Kentucky… usw. Falls ich irgendwann mal die Zeit finde, diverse Länder und ihre Hauptstädte zu erkunden, sag ich Bescheid 😉
    Liebe Grüße
    Imke

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