Allgemein · Reisen

Ein Flug in die Zukunft. Ankunft in Japan.

Letztes Jahr habe ich dem wunderschönen Japan einen Besuch abstatten dürfen. Das Land der aufgehenden Sonne. Das Land, in dem die Religion die Natur verehrt, weil das Land so schön ist, dass es von den Göttern selbst geschaffen sein muss. Das Land der Höflichkeit, der überzuckerten Energiedrinks, der Maidcafes, der Elektronik, der dreistöckigen Autobahnen, des Sushi, Sashimi und des Shintoismus. Und ich muss sagen: Ich habe mich in Japan und die Japaner verliebt.

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Ein ganz normaler Laden in Japan…

Bevor ich Japan erreichte, stand erst einmal mein erster Langstrecken Flug an. Von Marokko aus ging es nach Abu Dhabi. Dort verbrachten wir fast einen ganzen Tag, bis es dann schließlich weiter nach Tokio ging. Die reine Flugzeit betrug 19Stunden. 19Stunden, in denen ich Zeit hatte, mir Gedanken darüber zu machen, wo ich wohl landen würde. 19Stunden, in denen mein Freund, der grundsätzliche japanisch-Kenntnisse hat, versuchte, mir auch nur ein paar Wörter der eigenartigen Sprache beizubringen. Ich stellte mir vor, wie Tokio wohl aussieht. Ich meine, na klar hatte ich bestimmt irgendwo einmal Bilder gesehen, aber so richtig erinnern konnte ich mich irgendwie nicht. Außerdem ist es etwas anderes zu wissen, wie die Skyline einer Stadt aussieht, als sich selbst in das Getümmel zu stürzen. Als selbst in die Metro gepresst zu werden. Ich stellte mir Tokio als futuristischen Ort vor. Ich dachte an fünfstöckige Autobahnen, Wolkenkratzer und fliegende Autos. Irgendwie stellte ich mir Tokio so vor, wie man sich das Jahr 2015 in „Zurück in die Zukunft“ vorgestellt hatte. Ich meine, mir war irgendwie schon klar, dass die Autos dort nicht fliegen, aber vom Prinzip her, war es doch das, was ich erwartete.

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Zebrastreifen-Eskalation!

In Tokio angekommen wurde mir eines ganz schnell klar. Die Japaner sind verdammt schlau und gut organisiert. Als unser Flug gleichzeitig mit einigen anderen ankam, wurde der Check-out völlig überrannt. Es entstanden ewig lange Schlangen und ich stellte mich auf eine Wartezeit von ca 2Stunden ein. In jedem anderen Flughafen wäre das auch so gekommen. Doch nicht in Narita. Irgendwoher kamen weitere Angestellte des Flughafens, belegten sämtliche Schalter und arbeiteten die Schlange innerhalb von Minuten ab. Ich war beeindruckt. Mit meinem Rucksack bepackt ging es dann mit dem Bus in die Innenstadt. Ich musste das Ticket schon im Flughafen kaufen. Draußen standen die Japaner Schlange. Alle Gepäckstücke wurden schon vor Eintreffen des Busses mit einer Zahl beklebt und der jeweilige Besitzer bekam ein kleines Papierstück mit der Zahl. Die Koffer wurden ordentlich vor die Gepäckklappe gestapelt und wir Fahrgäste konnten als der Bus ankam gleich einsteigen. In der selben Zeit wurden die Koffer eingeladen und weniger als zwei Minuten nach Eintreffen des Busses fuhren wir los in Richtung Tokio Station.Alles funktionierte hier einfach so reibungslos. Es schien, als hätten sich die Japaner über alles einfach ein paar mehr Gedanken gemacht. Dieser Eindruck sollte meinen ganzen Aufenthalt über anhalten.

Die ganze Fahrt über staunte ich aus dem Fenster. Ich war plötzlich wieder ein kleines Kind. Unglaublich leicht zu beeindrucken und unglaublich aufgeregt. Ich starrte fasziniert auf die fremden Schriftzeichen der Reklameschilder, zeigte auf Hochhäuser und Schreine, die man in der Umgebung erkennen konnte. Die Autobahn war wirklich mehrstöckig, manchmal sogar dreistöckig. Um mich herum wurde das Stadtbild immer bunter und bunter und als ich letztlich den Bahnhof Tokios erreichte, war es draußen gerade dabei zu dämmern. Dadurch leuchteten all die Reklametafeln aber nur noch bunter. Und wurden auch noch lauter, wie ich beim Aussteigen feststellen musste. Denn in Tokio spricht alles mit dir. Einfach alles. Von überall her kamen elektronische Geräusche. Der Getränkeautomat, die Ampel, der Eingang zum Bahnhof. Für mich wirkte das ganze wie ein einziges Wirrwarr, wohingegen mein Freund durch die Gegend sprang und mir jedes Mal, wenn er etwas verstanden hatte mitteilte, was uns die Elektronik gerade gesagt hatte. Ich versuchte eifrig mir irgendetwas zu merken, denn ich wollte jetzt unbedingt japanisch lernen.

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Wunderschöne Straßenlaterne ❤

Im Bahnhof angekommen versuchten wir einen Spind zu finden, in dem wir unsere Rucksäcke für die Nacht lassen könnten. Unser Plan war, die Nacht durchzufeiern und am nächsten Morgen mit dem Bus fast 1000km weiter nördlich zu fahren, um dort auf einer Farm anzukommen, auf der wir mithelfen wollten. In Tokio haben die Spinds nicht nur Nummern, sondern sind auch noch in verschiedene Tiere unterteilt. So packten wir unsere Rucksäcke in einen rosa Kaninchen-Spint und machten uns endlich auf, uns in das bunte Treiben der Millionenstadt zu werfen. Auf nach Akihabara. Auf zu Maidcafes und Gamecenters! Wie es mir dort ergangen ist, werden ihr demnächst hier lesen können.

 

 

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4 Kommentare zu „Ein Flug in die Zukunft. Ankunft in Japan.

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