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Lebensmotto: „Lebe den Tag“ oder doch lieber „das Leben ist kein Ponyhof“?

Lebensmottos gibt es wie Sand am Meer. Jeder kennt Klassiker wie „Lebe jeden Tag als wäre

girl with a tattoo on his back against the sea
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es dein letzter“ oder auch „Carpe Diem“. Andere Sprüche, wie “Das Leben kann man mit einem Schiff vergleichen – doch sollten Schiffe nicht nur im Hafen liegen, denn dafür sind sie nicht gemacht.” sind eher unbekannt. Doch was soll das eigentlich? Die Frage, nach deinem persönlichen (manchmal gar nicht soo individuellem) Spruch, der dich durchs Leben begleitet?

Ich finde, dass ein Lebensmotto unglaublich viel über eine Person aussagen kann. Laut Wikipedia ist ein Motto (in der Literatur) ein „meist knapper Leitgedanke, der einer größeren Schrift vorangesetzt wird“. Es handelt sich also um einen relativ kurzen Spruch, auf den etwas größeres folgen soll. Wenn man diese Aussage von der Literatur auf das Leben im Allgemeinen überträgt, bedeutet das, dass das Lebensmotto nur ein Leitspruch ist und im ganzen Leben Handlungen und Gedanken nach seinem Prinzip folgen sollten. Deshalb sagt ein Lebensmotto ja auch so unsagbar viel über ein Individuum aus. Wir wählen es nicht rein zufällig, nur weil es schön klingt. Ein Lebensmotto beschreibt vielmehr die grundsätzliche Einstellung zum Leben. So hat ein Mensch mit dem Lebensmotto „Die Zeit heilt alle Wunden“ eine ganz andere Auffassung vom Leben als eine Person mit dem Leitspruch „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“.

Auf seinem Blog hat Michael dazu aufgerufen, ihm mein Lebensmotto zu verraten und ein wenig darüber zu schreiben. Also los: Mein Lebensmotto ist der schöne Spruch

Erst die Träume für die wir kämpfen machen  uns zu dem, was wir sind.

Ich denke, dass dieser Spruch für mich besonders wichtig ist, da ich von klein auf schon so viele, so große Träume hatte. Viele davon werden immer wieder verworfen und bei der Verwirklichung der anderen, kommen so manche Schwierigkeiten auf einen zu. Deshalb denke ich, dass die Träume, für dessen Realisierung ich gekämpft habe, die Ereignisse sind, die mich nachhaltig am meisten prägen. Ein Traum ist mehr als nur ein Wunsch, er ist etwas noch größeres, fast unerreichbares. Gerade deshalb denke ich, dass es einen in gewisser Art und Weise stark macht dafür zu kämpfen.

Lebensmottos können meiner Meinung nach sehr wohl helfen, gewisse Dinge zu erreichen. So hat mir mein Lebensmotto zum Beispiel geholfen mein Ziel, nach dem Abitur erstmal eine Weile um die Welt zu reisen nicht aus den Augen zu verlieren. Monatelang habe ich gespart und gelernt, um letztendlich auf große Reise zu gehen. Ich denke, dabei hat nicht das Motto an sich, sondern mein Wille dazu geholfen. Dennoch, dieser Wille spiegelt sich meiner Meinung nach in dem Lebensmotto wieder. So wie sich bei Menschen im Allgemeinen die Aussage ihres Leitspruchs in ihrem Charakter wiederfinden lässt.

Gerade deshalb denke ich, dass Lebensmottos so interessant sind. In ihnen zeigen sich eine oder mehrere Charaktereigenschaften, die wir gerne hätten und die wir, für uns selbst als wichtig erachten. So spiegelt sich in unserem Leitspruch unser Wunschselbstbild und hilft uns, selbst zu diesem Ich zu werden.

 

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3 Kommentare zu „Lebensmotto: „Lebe den Tag“ oder doch lieber „das Leben ist kein Ponyhof“?

  1. Hallo.

    Sehr schön geschrieben.
    Selber habe ich kein „Lebensmotto“, weil dieses für mich wenig Sinn macht. Ich lebe einfach so, wie ich das will und für richtig halte. Da brauche ich kein Motto für. Den Blog von Michael kannte ich bislang noch nicht. Aber werde gleich einmal reinschauen.

    Alles liebe

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  2. Sehr schöner Text! Bin schon am Nachdenken, was denn mein Motto ist… Allerdings habe ich eher das Gefühl, dass es da mehrere gibt?
    Das erste jedoch, das mir spontan einfällt, ist ganz klar:

    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

    Vielen Dank für Deine Gedanken dazu, gerade die Definition finden ich echt schön. Ein „relativ kurzer Spruch, auf den etwas größeres folgen soll“ – sehr sehr schönes Bild!
    Liebe Grüße, Angela

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